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Teambuilding

Definition
TEambuilding

Teambuilding (dt. Teamentwicklung oder Teambildung) umfasst alle gezielten Maßnahmen und Interventionen, die darauf abzielen, ein Team in seiner Effektivität, Kommunikation und Kohäsion zu stärken. Es handelt sich um einen kontinuierlichen, von der Führungskraft oder externen Beratern begleiteten Prozess, der über die reine Arbeitsorganisation hinausgeht.

Der Fokus liegt dabei auf der Verbesserung der Zusammenarbeit und der sozialen Dynamik der Gruppe. Teambuilding ist kein einmaliges Event, sondern ein Instrument zur nachhaltigen Steigerung der Teamleistung und zur langfristigen Mitarbeiterbindung.

Ziele und strategische
Bedeutung

Teambuilding-Maßnahmen sind ein wichtiges Investment im Rahmen der Personalentwicklung und des Employer Branding. Strategische Ziele sind primär die Verbesserung der Kommunikation durch den Abbau von Silodenken sowie der Aufbau von psychologischer Sicherheit und damit die Steigerung des Vertrauens, sodass Teammitglieder bereit sind, Risiken einzugehen und sich gegenseitig zu unterstützen. Ebenso zentral ist die Entwicklung von Mechanismen zur Konfliktlösung, um Spannungen produktiv zu lösen.
Zusätzlich fördert Teambuilding die Rollenklarheit und Akzeptanz unterschiedlicher Stärken (z. B. im Sinne der Teamrollen nach Belbin) und steigert durch gemeinsame positive Erlebnisse und Erfolge die Motivation und das Engagement der Mitarbeitenden.

Phasen der Teamentwicklung
nach Tuckman

Ein erfolgreicher Teambuilding-Prozess sollte idealerweise die natürlichen Entwicklungsphasen einer Gruppe berücksichtigen.
Das bekannteste Modell hierfür ist das Fünf-Phasen-Modell des Psychologen Bruce Tuckman (1965, später ergänzt um die Phase Adjourning/Transforming).

Professionelles Teambuilding setzt gezielte Interventionen ein, um das Team sicher und schnell durch die Phasen Storming und Norming in die Performing-Phase zu führen.

1. Forming (Orientierungsphase)

Die Mitglieder lernen sich kennen, sind höflich und zurückhaltend. Ziele und Aufgaben sind oft noch unklar.

2. Storming (Konfliktphase)

Es kommt zu ersten Machtkämpfen und Konflikten, da Rollen, Status und Ziele ausgehandelt werden. Diese Phase ist notwendig und gesund.

3. Norming (Organisierungsphase)

Das Team entwickelt gemeinsame Regeln, Normen und Verfahrensweisen. Die Zusammenarbeit stabilisiert sich, die Konflikte lassen nach.

4. Performing (Leistungsphase)

Das Team arbeitet effizient, autonom und lösungsorientiert. Die Energie wird auf die Erreichung der gemeinsamen Ziele konzentriert.

5. Adjourning/Transforming (Auflösung/Weiterentwicklung)

Das Projekt oder das Team wird beendet (Adjourning) oder das Team entwickelt sich auf Basis neuer Herausforderungen weiter (Transforming).

Methoden
des Teambuildings

Die Methoden sind vielfältig und werden je nach Teamphase, Zielsetzung und Zeitrahmen ausgewählt. Es wird grob zwischen klassischen und erlebnispädagogischen Ansätzen unterschieden.

Klassische Methoden, deren Fokus auf Kommunikation und Vertrauen liegt, sind beispielsweise moderierte Team-Workshops, in denen die Zusammenarbeit reflektiert wird, sowie Gemeinsame Events wie Kochkurse oder Betriebsausflüge, die das informelle Kennenlernen fördern und Hierarchien abbauen.

Erlebnispädagogische Methoden fokussieren sich hingegen auf Herausforderung und Rollenklarheit; dazu zählen Outdoor-Trainings (wie Floßbau oder Klettern), die mentale und physische Herausforderungen bieten, oder Escape Rooms, die Kommunikation und Koordination unter Zeitdruck trainieren.
All diese Methoden dienen dazu, eine klare Rollenverteilung und Koordination zu erfordern, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen.

Bedeutung
für faire Unternehmen und HR

Für Fair Companies und moderne HR-Abteilungen ist Teambuilding ein unverzichtbares Werkzeug, um die Mitarbeiterzufriedenheit und die Produktivität nachhaltig zu steigern. Ein starker Teamzusammenhalt, das sogenannte “Wir-Gefühl”, ist ein Hauptgrund, warum sich Mitarbeitende langfristig an ein Unternehmen binden, wodurch das Risiko von Quiet Quitting gesenkt wird (Retention). Darüber hinaus schafft Teambuilding die notwendige Vertrauensbasis und Klarheit, um in agilen Strukturen schnell Entscheidungen treffen und sich selbst organisieren zu können. Nicht zuletzt können Teambuilding-Maßnahmen genutzt werden, um die Unternehmenswerte durch gemeinsames Handeln erlebbar zu machen und in der Teamkultur zu verankern. Teambuilding ist somit nicht nur ein soziales Event, sondern ein strategischer Prozess, der die Leistungsfähigkeit der Organisation direkt beeinflusst und in die gesamte Personalstrategie integriert werden sollte.

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    Liam R. Becker
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